• DAS VERLORENE GRABMAL DES KÖNIG HERODES

BESCHREIBUNG

Herodes der Große, der Kindermörder von Bethlehem, gilt als einer der grausamsten Herrscher aus biblischen Zeiten. Zwar schreckte er wie viele antike Herrscher nicht vor Grausamkeiten zurück, um seine Macht zu sichern - doch historische Belege für das biblische Massaker fehlen. Dabei überdeckt die Geschichte vom Kindermord eine ganz andere Seite von Herodes dem Großen: Denn der König war einer der produktivsten und vielseitigsten Bauherren der gesamten Antike. Nicht nur die Zahl der Monumente, die in seinem Namen errichtet wurden, ist außerordentlich hoch, auch ihre Größe beeindruckte Zeitgenossen und Nachgeborene gleichermaßen. Das Spektrum der Bauprojekte reichte vom Neubau des Tempels in Jerusalem über die Errichtung riesiger Festungsanlagen bis zur Gründung von Städten wie Caesarea Maritima. Caesarea etwa war der größte Tiefwasserhafen der Antike, ein wahres Weltwunder. Auch die legendäre Felsenfestung Masada, bis heute Symbol des jüdischen Freiheitsstrebens, ist das Werk von Herodes. Eines der wichtigsten herodischen Monumente wurde erst kürzlich wieder entdeckt: Nach jahrzehntelanger Forschung gelang es dem israelischen Archäologen Ehud Netzer 2007, die Grabanlage des Herodes ausfindig zu machen. Das Mausoleum befindet sich zwölf Kilometer südlich von Jerusalem, in unmittelbarer Nähe von Herodes Felsenfestung Herodium. In einer atemberaubenden Dokumentation stellen wir Netzers neueste Forschungsergebnisse vor und blicken auf die herausragenden Bauprojekte des Herodes.
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