• DIE RÜCKKEHR DES NASHORNS

BESCHREIBUNG

Gleich zweimal kurz hintereinander fielen in Botsuana die Nashorn-Bestände der Wilderei zum Opfer. Nachdem alle Breitmaulnashörner des Landes in den 1980er Jahren ausgerottet worden waren, ging die Nationalparkverwaltung dazu über, Tiere aus Zoos und benachbarten Ländern in den botsuanischen Naturreservaten anzusiedeln. Doch die Grenzen der riesigen Nationalparks ließen sich nur schwer kontrollieren - so trieben hier bereits Anfang der 1990er Jahre erneut Wilderer ihr Unwesen, die es auf die Hörner der Rhinozerosse abgesehen hatten. Diese werden u. a. zu Dolchen und Schmuck verarbeitet und gelten darüber hinaus in der traditionellen chinesischen Medizin als wirksames Heilmittel. Daher ist das Töten von Nashörnern eine stets verlockende Möglichkeit der Geldbeschaffung. Erst die Verstärkung der Sicherungsmaßnahmen für die Nationalparks, u. a. durch den Einsatz der Armee, brachte Ende der 1990er Jahre den ersehnten Erfolg und ein Ende der Wilderei. Für die botsuanischen Nashörner kam dieser Rettungsversuch jedoch zu spät; sie waren nun schon zum zweiten Mal ausgestorben. Regierung, Naturschützer und Tourismusunternehmen stellten sich gemeinsam der drängenden Frage, wie jetzt weiter vorgegangen werden sollte, und kamen zu dem Schluss, dass die erneute Ansiedlung von Nashörnern unumgänglich war. Doch die damit verbundenen enormen Kosten drohten dieses Vorhaben bereits in der Planungsphase zunichte zu machen...

 

EPISODENFÜHRER

  • Die Rückkehr des Nashorns
    In den 80er Jahren waren in Botswana alle Breitmaulnashörner durch Wilderei ausgerottet. Nachdem die Regierung ein Programm zur Neuansiedlung erfolgreich durchgeführt hatte, kehrten allerdings auch die Wilderer zurück. Zu viel Geld steckte im Geschäft mit den Hörnern der Tiere, die u.a. zu Dolchen und Schmuck verarbeitet werden und in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel dienen. Erst eine Verstärkung der Sicherungsmaßnahmen für die Parks und der Einsatz der Armee brachten Ende der 1990er Jahre den ersehnten Erfolg und ein Ende der Wilderei. Doch für die botswanischen Nashörner kam dieser Rettungsversuch zu spät - sie waren nun schon zum zweiten Mal ausgestorben. Regierung, Naturschützer und Tourismusunternehmen kamen zu dem Schluss, dass eine erneute Ansiedlung von Nashörnern unumgänglich war. Doch die damit verbundenen enormen Kosten drohten dieses Vorhaben bereits in der Planungsphase zunichte zu machen...
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