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  • MANN GEGEN FISCH

  • Samstag, 19. April um 21:00 Uhr
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DER ARAPAIMA

Der Arapaima zählt neben der Störart Hausen und einigen Welsarten zu den größten Süßwasserfischen. Historischen Berichten zufolge kann er eine Länge von 4,5 Metern und ein Gewicht von über 180 Kilogramm erreichen. Heute fängst man zumeist maximal 2,30 Meter große Exemplare. Der Raubfisch hat einen flachen, knochigen Kopf und einen langen, stark beschuppten Körper. Der Arapaima kommt in den Gewässern Brasiliens, Guyanas und Perus vor und dort vorrangig im Amazonas und Orinoko sowie den jeweiligen Nebenflüssen. Als Nahrung dienen ihm kleinere Fische wie etwa Piranhas, Frösche, Vögel und auch kleine schwimmende Säugetiere. Außer seiner bemerkenswerten Größe verfügt der Arapaima noch über eine weitere besondere Eigenschaft: Wie viele Fische aus sauerstoffarmen Gewässern ist er Lage, Luft mithilfe seiner Schwimmblase zu atmen.

 

 

DER PIRAIBA

Der Piraiba oder Riesenantennenwels lebt in den Amazonas-Regenwald und konkurriert mit dem Mekong-Wels um den Titel des größten Welses der Welt. Der Fisch kann ein maximales Gewicht von 250 Kilogramm bei einer Länge von drei Metern erreichen. Der Piraiba lebt in großen Süßwasserflüssen und deren Überschwemmungsgebieten bis zum Brackwasser an der Amazonasmündung, bevorzugt in Bereichen mit starken Strömungen, in Ausläufen von Stromschnellen und meist in großen Tiefen. Zur Beute der Amazonasgiganten zählen Fische, Wasservögel und in Ausnahmefällen auch Säugetiere wie kleinere Affenarten. In Relation zu ihrem hohen Körpergewicht haben die Fische ein stark ausgeprägtes Raubverhalten mit entsprechend hohem Futterbedarf. Im Ökosystem des Amazonas spielen sie ähnlich wie Piranhas eine bedeutende Rolle als „Aasfresser" am Gewässergrund. Ihre größte Aktivität entwickeln Riesenantennenwelse überwiegend nachts, indem sie Beutefische in den von Sedimenten trüben Gewässern mit ihren Sinnesorganen orten.

 

 

DER NILBARSCH

Der Nilbarsch wird in Deutschland als Speisefisch meist Viktoriabarsch genannt. Er wird bis zwei Meter lang und bis zu 200 Kilo schwer. Für gewöhnlich bleibt er aber bei einer Länge von 85 Zentimeter bis einem Meter. Weibchen sind in der Regel größer als die Männchen. Der gefräßige Süßwasser-Raubfisch kommt im tropischen und subtropischen Afrika in allen bedeutenden Flusssystemen wie Nil, Schari, Senegal, Volta und Kongo sowie in verschiedenen Seen vor. In den Viktoriasee wurde der Nilbarsch Anfang der 1960er Jahre vom Menschen ausgesetzt. Nilbarsche bewohnen alle Habitate ihrer Wohngewässer in Tiefen von 10 bis 60 Metern. Ausgewachsene Fische bevorzugen tieferes Wasser und ernähren sich von Fisch. Er selbst ist eine begehrter Speisefisch. Sein Fleisch ist weiß, fest und kräftig im Geschmack. Wegen seines günstigen Preises ist Viktoriabarsch auf Fischmärkten in Europa sowie den USA erhältlich.

 

 

WEIßER STÖR

Der geheimnisvolle Weiße Stör ist eine Fischart aus der Familie der Störe. Er kommt an der Pazifikküste Nordamerikas vor. Vom Menschen wurde er in den unteren Colorado River eingesetzt. Der urzeitlich anmutende Fisch erreicht eine Durchschnittslänge von über zwei Metern, das größte gefangene Exemplar war 6,10 Meter lang bei einem Gewicht von 816 kg. Das höchste bekannt gewordene Alter liegt bei 104 Jahren. Seine Farbe ist grauweiß bis bräunlich auf der Oberseite, die Unterseite ist fahler, die Flossen grau. Der Weiße Stör verbringt die meiste Zeit boden- und küstennah im Meer. Er geht auch in Flussmündungen und große Flüsse und wandert weit die Flüsse hinauf, um zu laichen. Bis zu einer Länge von einem halben Meter ernähren sich die Fische vor allem von Mückenlarven, daneben auch von kleinen Krebstieren, anderen Insekten und Weichtieren. Größere Störe fressen Fische. Vor dem Ablaichen im Frühjahr stellen sie die Nahrungsaufnahme ein. Das Fleisch des Weißen Störs gilt als ausgezeichnet, die Eier als Kaviar verkauft. Die Art gilt im Gegensatz zu seinen europäischen Vettern als nicht bedroht.



 

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