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  • Sonntag, 27. Mai um 21:55 Uhr
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DIE KATASTROPHE VON LOCKERBIE

Vor 22 Jahren zerriss eine Bombe einen Jumbo über dem schottischen Ort Lockerbie. Die Maschine der US-Fluggesellschaft PanAm stürzte auf die schottische Kleinstadt, alle Insassen des Fluges sowie elf Menschen in dem Ort kamen ums Leben.

Eine halbe Stunde nach dem Start wird die Bombe mit einer Schaltuhr in 10 000 Meter Höhe über Schottland gezündet. Die Explosion reißt auf der linken Seite ein rund 50 Zentimeter breites Loch in den Rumpf. Mit einer Geschwindigkeit von über 800 Stundenkilometern stürzt die Maschine in die Ortschaft Lockerbie.

80 Tonnen Flugzeugtrümmer und 91.000 Kilogramm Kerosin verwandeln das Dorf in ein Schlachtfeld und reißen elf Bewohner in den Tod. Keiner der 243 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder, unter ihnen vier Deutsche, überlebt.

Wer steckt hinter dem Anschlag? Erst 18 Monate später stoßen die Ermittler auf die entscheidende Spur. Laut Urteil schottischer Strafgerichte soll der Anschlag ein staatsterroristischer Akt libyscher Geheimdienstler gewesen sein.
Libyen hat niemals eine Beteiligung an dem Anschlag eingeräumt, jedoch im Rahmen von Verhandlungen zur Beilegung seiner Konflikte mit den USA sich zu der Erklärung bereitgefunden, es "akzeptiere die Verantwortung für Taten seiner Offiziellen".

Zur einzigen Verurteilung in dem Fall kam es 2001 im sogenannten Lockerbieprozess: Ein schottisches Gericht verurteilte den libyschen Geheimdienstoffizier Abdel Basset Ali al-Megrahi zu einer lebenslangen Haftstrafe.

Aufgrund einer unheilbaren Krebserkrankung im Endstadium und der damit verbundenen nur noch sehr geringen Lebenserwartung wurde Megrahi am 20. August 2009 vorzeitig aus schottischer Haft entlassen.
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