• MEGA-FABRIKEN: PORSCHE

  • Donnerstag, 1. März um 20:15 Uhr
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MEGA FACTORIES: PORSCHE

Kaum ein anderer Automobilhersteller hat die Entwicklung des Autos in Deutschland so maßgeblich beeinflusst wie Ferdinand Porsche. Bereits 1906 begann der damals 21-Jährige seine Automobilkarriere bei der Österreichischen Daimler KG, nachdem er zuvor bei der der Wiener Hofwagenfabrik Lohner & Co bereits einige technische Entwicklungen geleitet hatte. Sein Interesse galt überwiegend dem Bau von Sport- und Rennwagen - auch wenn er als Schöpfer des legendären VW Käfer gilt, der 1938 erstmals produziert wurde.

1950 wird Porsche zur eigenständigen Automobilfabrik. In den Räumen der Karosseriewerkstatt Reutter in Stuttgart wird der 356 gebaut. Die Ausrichtung auf den Rennsport ist unverkennbar, spätestens mit dem Spyder 550 im Jahre 1953 schreibt Porsche Rennsportgeschichte. Ferdinand Alexander Porsche, der Enkel des Firmengründers, zeichnete 1961 für die Entwicklung des Porsche 901 verantwortlich, der 1963 als Porsche 911 auf der IAA vorgestellt wurde und bis heute als Basis für den automobilen Erfolg des Unternehmens steht. An diesem Fahrzeug wird Porsche seit 1961 gemessen.

Viele im Schatten des 911 entstandene Fahrzeuge erreichten zwar Beachtungserfolge, aber nicht den Kultstatus des 911. In den 70er Jahren entstehen die Volkswagen Porsche 914 und 916, ein Mittelmotorsportwagen, der allerdings vom Preis nicht in das Marktgefüge passt und daher nicht von großem Erfolg gekrönt ist. Auch die ebenfalls in den 70er Jahren gebauten 924 und 928 galten nicht als „echte Porsche" und führten ein Schattendasein neben dem 911.
Parallel baute Porsche sehr erfolgreiche Rennautomobile, zu nennen sei der 917 oder der 956, die sich im Motorsport mit Siegesruhm ehrten und die sportliche Kompetenz des Unternehmens widerspiegelten, zumal sehr viele Entwicklungen aus dem Rennsport auch in den Serienfahrzeugen Einzug hielten. Der Porsche 959 aus dem Jahre 1985 ist dafür ein klassisches Beispiel. Erst im Jahr 1996 gelingt es Porsche mit dem Boxter, dem 911 einen erfolgreichen Verkaufsschlager an die Seite zu stellen.

Die Porsche AG war zuletzt eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Porsche Automobil Holding SE, am 7. Dezember 2009 beteiligte sich die Volkswagen AG mit 49,9 Prozent an dem Unternehmen. Hergestellt werden die Fahrzeuge in Stuttgart, Leipzig und an anderen Orten in Europa.

Das Modell Boxster wird überwiegend in Finnland gefertigt und hat laut Medienberichten einen deutschen Anteil von geschätzt 45 Prozent. Bei dem Porsche 911 liegt der Inlandsanteil bei 65 Prozent, beim Geländewagen Cayenne, der zu Teilen in der Slowakei gefertigt wird, bei 35 Prozent.
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