Der aus dem Iran stammende NATIONAL GEOGRAPHIC-Fotograf Reza Deghati reist seit 30 Jahren um die Welt, um als Journalist von den unterschiedlichsten Krisenherden zu berichten. Vor allem ein Land hat ihn nie losgelassen: Afghanistan. Hier machte er Bilder vom Krieg und vom Frieden. Bis heute hält er die Brutalität, zu der Menschen fähig sind, fest, dokumentiert aber auch Geist, Spiritualität und Menschlichkeit. Reza, der seine Arbeiten stets nur unter seinem Vornahmen veröffentlicht, zeigt beides: schockierende Szenen von der Hölle auf Erden und glückliche, hoffnungsfrohe Momente unsagbarer Schönheit. In jeden Fall sind es Bilder, die ihre Betrachter immer wieder berühren. Zu Rezas berühmtesten Aufnahmen gehören die Porträts des charismatischen afghanischen Nationalhelden Massoud, mit dem ihn bis zu dessen Ermordung eine enge Freundschaft verband. Für NATIONAL GEOGRAPHIC reiste Reza 2008 erneut mit einem Kamerateam durch das von Krieg und Bürgerkrieg zerrissene Land am Hindukusch, um die Situation dort mit weit geöffnetem Blick zu dokumentieren. Noch musste er dabei im Sucher seiner Kamera zahlreiche schreckliche Szenen mit ansehen. Doch es gibt auch Hoffnung auf ein friedliches Miteinander und Versöhnung für kommende Generationen. „National Geographic Fotos: Afghanistan" zeigt, dass Reza nicht nur ein technisch brillanter Fotograf, sondern auch ein Journalist mit Haltung ist, ein großartiger Vertreter seiner Zunft, dessen sensibler Blick vor allem von einer tiefen Mitmenschlichkeit geprägt ist.