Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten noch rund 100.000 Tiger in freier Wildbahn.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasste die Wälder der östlichen Türkei ebenso wie die Kaspische Region, den indischen Subkontinent, China und Indochina bis hin zu Korea und den äußeren Osten Russlands.
Schätzungen zufolge leben heute nur noch 3500 Tiger in freier Wildbahn.
Zwölf Länder beherbergen heute noch Tigerbestände: Bhutan, Kambodscha, China, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam.
Das Verbreitungsgebiet ist inzwischen um 93 Prozent geschrumpft.
Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts fielen die meisten Tiger der "sportlichen" Jagd zum Opfer.
Viele Länder betrachteten den Tiger als Schädling und setzten Kopfgelder auf jedes erlegte Tier aus. Allein in Indien kamen so zwischen 1875 und 1925 mehr als 57.000 Tiger ums Leben.
Später sorgte die menschliche Bevölkerungsexplosion und die damit einhergehende Rodung der Wälder für den dramatischen Rückgang der Großkatzen.
Der illegale Handel mit "Wunderheilmitteln" aus Tigerknochen setzt den Beständen bis heute zusätzlich zu.